Wieder zwei Wochen um. Wieder ein neuer Blogeintrag. Heute geht es um einen Wochend-Trip, Renovierungsarbeiten und Freizeit. Ich hoffe ihr habt Spaß von mir zu lesen!
montreal
anfahrt
Letztes Wochenende machten wir unseren ersten Wochenend-Trip. Geplant war Freitag Morgen um sechs Uhr aus dem Haus zu sein. Mit kleiner Verspätung, ging es dann um 6:45 Uhr los. Zuerst mussten wir Freunde aus einem 1,5 Stunden entfernten Ort abholen. Diese wollten nämlich für zwei Wochen nach Kuba reisen, und flogen von Montreal. Da das unser Reiseziel war, bot es sich natürlich an, sie mitzunehmen. Die Freunde eingesammelt begannen die restlichen 6,5 Stunden Autofahrt. Hört sich lang an – ist es eigentlich auch, aber die herbstlichen Farben am Straßenrand ließen einen Staunen und die Zeit vergessen. Die Highway war nicht zu voll und so konnten wir gut durchfahren. Als wir dann jedoch die Stadtgrenze von Montreal überquerten, startete das Verkehrschaos. Insgesamt brauchten wir für die letzten 25 Minuten, zwei Stunden.
>Montreal liegt im französisch-sprachigen Quebec: ich vermute, das Französische ist auch der Grund warum dort so ein Verkehrschaos ist. Wer schon mal in Paris war, weiß wovon ich rede.<
erster abend
Im Hotel angekommen, hieß es: schnell umziehen, frisch machen und wieder los. Rachel, meine Gastmutter, wollte ihre Tante besuchen. Diese ist 90 geworden und lebt in einem Altersheim. Nachdem wir kurz bei ihr waren, hatte Rachel ein cooles Restaurant rausgesucht. Dort wollten anlässlich Anthonys Geburtstag, der zwar erst Sonntag war, essen. Wir feierten ihn Freitag, da wir am Sonntag wieder lange zurückfahren mussten, und so quasi seinen Geburtstag im Auto verbrachten. Das Restaurant war ein spezielles Japanisches Restaurant und definitiv ein Must-Visit Point in Montreal. Der Koch, kocht nämlich direkt am Tisch – und es schmeckt auch echt super. Ich habe ein paar Bilder gemacht; schaut selbst:
garten der lichter
Das köstliche Essen verdaut, ging es weiter in einen der ältesten botanischen Gärten der Welt. Vom 6. September bis 25. Oktober ist dieser Abends mit wunderschönen Lichtern geschmückt und das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Rachel hatte die Tickets schon im Vorhinein online gekauft, und so konnten wir, ohne langes anstellen, den 748.600 Quadratmeter großen Garten betreten. Es gab einiges zu sehen und ich war froh, meine Kamera mitgenommen zu haben. Jedoch sind die Bilder natürlich nicht das, was man fühlt, wenn man alles sieht. Das war nämlich überwältigend. Meine Gastfamilie war allerdings sehr müde von der langen Autofahrt, und so machten wir nur einen Spaziergang durch den Park, was aber auch ok war – man sah alles schnell in einer Stunde. Mit Mama, da bin ich mir sicher, wären wir noch nicht nach drei Stunden raus gewesen, weil man sich so vieles noch länger hätte anschauen können. Doch für den Tag war es genug, auch wenn ich locker noch eine Stunde weiter staunen hätte können. Doch zurück im Hotel, fielen wir alle um 22:00 Uhr müde ins Bett.
zum vergleich
Der Grugapark in Essen mit einer Größe von 98 Fußballfeldern ist immer noch sieben Fußballfelder kleiner als der Botanische Garten in Montreal. Dennoch, finde ich, kann der Grugapark gut mithalten.
samstag – Tag zwei
Nach einem leckeren Frühstück in Brunch-Restaurant Cora, ging es für Anthony und mich zum Olympiagelände, wo wir zuerst im Planetarium, zwei Filme angesehen und nachher Tickets für den Olympia-Tower und eine Führung gekauft haben. Auf dem Turm konnte man über ganz Montreal gucken. Dieser Turm wurde gebaut um das Dach des Olympiastadiums zu halten. Zuerst gingen Anthony und ich einmal komplett rum und danach machten wir noch zwei Fotorunden. Im Anschluss ging es wieder runter zur Tour. Der Führer erzählte uns die Geschichte der gesamten Anlage und was sich im Laufe der Zeit alles geändert hat. Es war auf jeden Fall äußerst informativ. Ich lade für euch ein paar Fotos hoch und die Erklärung könnt ihr dann bei jedem Bild lesen.

Der 165 Meter hohe Turm hält das Dach des Stadiums. Zu den Olympischen Spielen 1976 war der Turm allerdings nicht rechtzeitig fertig. 
Das Fußballstadium wurde auch erst später erbaut. Das ungewöhnliche Hochhaus im Hintergrund war die Residenz für die Sportler. Mittlerweile sind dort ziemlich teure Wohneinheiten. 
Das Schwimmbad bietet genug Platz für Wettkämpfe und besitzt Sprungtürme in den Größen 1, 3, 5, 7,5 und 10 Metern. 
Das Olympiastadium ist nun leer. Nach den Olympischen Sommerspielen war das Stadion die Heimarena des Baseballteams von Montreal, welches jetzt aber nicht mehr existiert. 
Außerdem traten hier viele große Künstler, wie Madonna, Michael Jackson, die Rolling Stones, und viele mehr auf. Die große schwarze Wand ist ein High Definition Display und erlaubt auch den Zuschauern in der letzten Reihe alles zu sehen. 
Hier gingen die Athleten in die Arena die für über 66 000 Zuschauer platz hat. Mit dem Bau der neuen großen Konzerthalle Montreals, wurde das Stadion jedoch überflüssig und wird jetzt nur noch für Messen und Märkte genutzt. 
Die Olympischen Ringe vor dem Stadion. 
Beide Länder Deutschlands haben Teilgenommen und Medaillen gewonnen.
Am Abend waren wir dann noch mit der Tante essen. Sie ist allerdings seit ihrem 30. Lebensjahr blind, konnte aber gut mit uns zusammen essen. Echt krass, wie man sich so etwas anlernen kann! Mit vollem Magen und platzenden Gefühl ging es zurück ins Hotel. Ein Tag voller Eindrücke, aber schön!
sonstige bilder aus montreal
sonntag

Am Sonntag ging es dann wieder Heim. Doch bevor wir los fuhren, stoppten wir noch in einem Musikgeschäft. Anthony möchte sich nämlich ein Schlagzeug kaufen. Und auch Maikel, mein Gastvater, denkt darüber nach, sich ein Piano anzuschaffen. Da war es natürlich gut, in ein Musikgeschäft zu gehen. Allerdings war dort alles ziemlich teuer, und so gingen wir weiter zur Shopping-Mal. Dort fand ich auch direkt im ersten Geschäft meine neue Winterjacke, die bis -30°C die Körpertemperatur bei konstanten 37 Grad hält; Perfekt! Nach der Shopping-Tour ging es dann aber wirklich zurück. Unsere Heimfahrt verzögerte sich dennoch immer wieder ein bisschen, da wir auf dem Weg nach Hause, in diversen Geschäften anhielten um Lebensmittel oder sonstigen Kram zu kaufen, den wir hier in Campbellton nicht finden können. Nach vielen Stunden ins Auto ein- und aussteigen, und noch mehr Stunden im Auto selbst, kamen wir endlich Sonntagabend um 22:15 Uhr an. Gut, dass Montag frei war!
thanks giving
Montag, der 14. Oktober, war nämlich der kanadische Thanksgiving-Tag. Das Thanksgiving Essen gibt es allerdings immer den Tag davor. Da wir aber an Thanksgiving im Auto saßen, hatten wir das, wenn auch leicht abgespeckte, Thanksgiving Essen am Montag. Dienstag, der Tag nach Thanksgiving, haben die Familien häufig viel Essen, der vorherigen Tage, übrig. Deshalb haben sie auch ein extra Reste-Essen. Sandwich mit Truthahn in Soße. Da wir aber Hähnchen hatten, gab es also Hähnchensandwich in Soße. Schmeckt auch echt nicht schlecht.

das haus wird renoviert
Unser Haus hier ist das Elternhaus von Rachel. Jetzt wurde es mal Zeit ein bisschen äußerlich zu renovieren und so wurden letzte Woche die Fenster ausgetauscht. Diese Woche ist die Verkleidung des Hauses dran. Hier, in Nordamerika, haben viele Häuser eine einfache Holzverkleidung. Das macht es natürlich einfach, mal eben die Verkleidung auszutauschen. Gestern und Heute sind Maikel und ein anderer Arbeiter schon die ganze Zeit daran alles auszutauschen. Da das Haus natürlich nicht nur eine Seite hat, halten die Renovierungsarbeiten also auch noch ein bisschen an. Hier der Zwischenstand:
Und ja, hier ist es erlaubt am Sonntag zu arbeiten und Lärm zu machen. Für mich total ungewohnt.
quäl dich fit 1.1

Wie ich im letzten Blog erzählt habe, war hier eine Gesundheitswoche mit vielen Aktivitäten. Diese Woche habe ich es mir zu meinem Anliegen gemacht und geplant, jeden zweiten Tag joggen zu gehen. Montag das erste Mal, Mittwoch die zweiten 8,5 Kilometer, Freitag dann die dritten in 44 Minuten und heute meine vierten achteinhalb Kilometer. Wer mich kennt, weiß, dass ich eigentlich kein Läufer bin. Aber hier in Kanada habe ich nichtmals Schulsport und da ich es trotzdem weiterhin gerne habe, (viel) zu essen, muss ich dementsprechend Schritt halten um mich wohl zu fühlen. Außerdem ist es auch immer etwas Ehrgeiz, die Zeit zu toppen, da ich versuche, komplett ohne meine Asthma-Medikamente auszukommen. Bis jetzt hat es auch immer gut geklappt.
sonstige aktivitäten

Ja, auch Geburtstag gab es schon. Selenays Geburtstag, zum Beispiel, haben wir einfach im Tim Hortons verbracht. Ein, zwei Stunden quatschen und rumhängen: Nichts besonderes, aber trotzdem schön.

Der zweite Geburtstag war dann Gestern: Ivy, eine kanadische Schülerin wurde 18 und hat zum abhängen im Pizza Deleight eingeladen. Essen haben wir dann jedoch selbst zahlen müssen.

Am Mittwochabend gab es die erste Kinonacht. Alle Austauschschüler mussten einen kanadischen Schüler, der Schule zum Film einladen. Alle haben es auch geschafft, und so saßen wir am Mittwoch um 20:00 Uhr in der Pausenhalle der Schule und schauten den Gruselfilm The Babysitter. Manche Stellen waren so gruselig, für mich, dass ich nicht hingucken konnte, und ich war froh, als der Film schlussendlich vorbei war.
hausaufgaben mit sonnenschein

Auch Hausaufgaben müssen hier gemacht werden. Wenn es allerdings nicht zu kalt ist, gehe ich gerne runter zum Wasser und setze mich dort an einen der Picknicktische und bearbeite meine Hausaufgaben in der strahlenden Sonne. Was will man mehr? Der einzige Nachteil: ich muss nachher wieder den ganzen Berg mit der schweren Schultasche hochlaufen. Aber immer noch besser als im Zimmer zu hocken!
du bist die musik, die mich über wasser hält
Wer mich kennt, weiß, ich liebe es Musik zu machen. Da wir hier aber keine Schulband haben, wo ich praktizieren kann, mache ich die Musik Zuhause. Meine Gastfamilie hat aber leider (noch) kein Klavier und deshalb habe ich mir in den letzten Wochen Gitarre beigebracht. Ich spiele nicht perfekt aber mit den Akkorden C, E, E7, Em, Em7, G, G7, D, Dm, D7, A, A7, Am und Am7 lassen sich auf jedenfall genug Songs spielen um Spaß zu haben. Und das mache ich am liebsten am Wasser. Die frische Luft und die weite Sicht geben ein tolles Gefühl von Freiheit und Entspannung. Und falls ich dann doch mal Klavier spielen möchte, gehe ich zu meinem Nachbar-Austauschschüler und spiele bei ihm. In der Galerie seht ihr mal die tolle Sicht von ein paar meiner Lieblings-Spielorte und mich am Klavier.
was ist was 1

was ist was 2

Das war es wieder für Heute. Ich hoffe ich konnte euch einen guten Eindruck geben, von dem, was ich erlebt habe. Wem ist den aufgefallen, dass ich der Titel dieses Blogs ein Vers in einem Lied ist? Weißt du welches Lied? Schreibe es gerne in meine Kommentare.
- Tipp: Oma Melitta mochte es nicht, wenn ich das Lied sang oder spielte. Sie musste immer eine Träne verkneifen.
Natürlich freue ich mich auch über Kommentare, von denen, die das Lied nicht kennen!
Bis bald und liebe Grüße,
Tarik











































Well, at first it is probably improper for me to join in your puzzle, because I have of course humming directly while reading …. Let’s guess the others! Your photo spreads are impressive. And the Canadian autumn seems to be in no way inferior to the Japanese colors of nature! I think it’s great that you have prescribed yourself to do sports. This fits the black and white photo of you in the Olympic Park. You look like an athlete who participated in the Olympic Games. Mega! Anyway, we are a bit jealous of your Montreal trip. Great impressions of a giant city. I was in Frankfurt last week, the skyline there is nothing against Montreal. And we are already impressed by Frankfurt. I am also happy for you with the music, which is so important to you. You always find a solution! I wish you all the best greetings over the pond, your daddy
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Another little tip maybe. Of course you can play the song wonderfully on the accordion …..
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Hallo Tarik,
Genau ein WE nach meinem Geschmack! Schöne Bilder!!!
Ich war am Samstag in Essen auf einen Schweigemarsch gegen Menschenhandel und Freiheitsberaubung. Zum Schluss haben wir gemeinsam das Wort „FREIHEIT“ gerufen
Und da ist mir gerade die Zeile aus deinem Lied eingefallen ……
Wenn der Sturmwind sein Lied singt dann winkt mir der großen Freiheit Glück…..
Schön, das du genau das erkennst und genießen kannst. HDL
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Hallo Tarik,
na, dass nenne ich mal ein perfektes Wochenende…was du alles so erlebst, da kann manch einer sein ganzes Leben nur von träumen.
Und die Bilder dazu….einfach nur klasse!!!
Hier hat es am We nur geregnet…am Samstag war ich auf Zollverein und bin dort so nass geworden, als hätte ich mit Klamotten geduscht :-((( Der Schirm lag natürlich schön im Auto.. und das Auto stand am ADW. weil der Parkplatz voll war.
Für diese Woche haben Sie aber wieder besseres Wetter angesagt.
Das du soviel läufst, dass erstaunt und freut mich richtig.
Wenn du wieder zuhause bist, dann können wir uns gerne mal zusammen bei einem Lauf anmelden. 🙂
Am 28.10. findet jetzt hier zb ein Lauf in der Gruga statt…der Innogy LED Run.. Die Laufstrecke verläuft entlang der beleuchteten Laufstrecke durch den Grugapark….ist kostenlos und jeder Läufer bekommt noch ein leuchtendes LED Armband. Und kann die Länge seines Laufs selbst bestimmen.
Ich habe mir mal den Trailer von deinem Kinofilm angeschaut..
Puuuuhhhh da hätte ich bei der einen oder anderen Stelle auch weggeschaut…gruselig brrrr.
Tarik, ich freue mich jetzt schon wie Bolle auf deine nächsten Erlebnisse in Kanada…
Eine tolle Zeit bis dahin…
Lieben Gruß und eine dicke Umarmung.
Gaby..
Ach ja, fast vergessen.
Mich trägt die Sehnsucht fort in die blaue Ferne, unter mir das Meer und über mir Nacht und Sterne ☆
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Wenn du schreibst geht die Sonne in Essen auf und wir staunen und staunen und freuen uns mit Dir über all die tollen Erlebnisse! Danke, lieber Schatz and sweet kisses. Bei Papas Antwort muss ich das alte Langenscheidts Taschenwörterbuch rausholen. Bleib gesund ! Deine neue Jacke ist ja Gefrierschrank geeignet, super!
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Hallo Tarik, als fleißiger Leser Deines Blogs freue ich mich über jeden neuen Eintrag! Es scheint Dir ja wirklich gut zu gehen, was mich sehr freut. Zu Deinem Rätsel sag ich auch mal lieber nichts, schließlich haben wir das Lied ja schon gefühlte 500 x zusammen gesungen! Gruß von den Wuppermatrosen
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Hallo Tarik Das war ja ein tolles Wochenende für dich und deiner Gastfamilie super .Nimm mich mit auf die Reise.Nach vorn geht mein Blick, und ich freue mich immer wieder aufs neue über deinen Bericht und vor allem deine Bilder auch von Dir ,erfüllen mein Herz mit Freude man sieht es geht dir gut .Du nimmst und mit auf auf deiner Reise .Danke schön alles liebe Oma
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